Es geht nicht nur ums Stadion

Wenn es einen Plan gibt, und alle diesen Plan kennen, haben alle eine Vorstellung davon, wohin die Reise geht. Einen Plan gibt es auch für das Wattener Sportgelände. Weil aber nur wenige darüber Bescheid wissen, herrscht derzeit dicke Luft. Es spießt sich am Stadion. Aber das Problem sitzt tiefer.

Die WSG Swarovski Tirol will ihre Heimspiele wieder in Wattens austragen und nicht im Innsbrucker Tivoli-Stadion. Am 19. Feber veröffentlicht sie eine Visualisierung. Sie zeigt die geplante Überdachung der Osttribüne. Darunter steht, dass „das bestehende Stadion schonend für alle minimal adaptiert“ wird.

Sechs Tage später startet der Verein eine Petition für den bundesligatauglichen Umbau des Gernot-Langes-Stadions in Wattens – wohl als Gegenpol zur negativen Stimmung, die dem Projekt schon länger entgegen schlägt, besonders in den Bürgermeldungen, wo es zu teils wütenden Kommentaren kommt.

Die Stadionfrage droht einen Keil zwischen WSG, Politik und Bevölkerung zu treiben. Wie konnte es so weit kommen?

Wo ist das Konzept geblieben?

Es ist schon merkwürdig: Für die Neugestaltung des Sportareals gibt es eigentlich ein Gesamtkonzept, das alle Fragen beantworten sollte. Der Gemeinderat hat es 2018 in Auftrag gegeben mit dem Ziel, „gemeinsam mit allen Beteiligten“ eine „für alle tragbare Vorgehensweise“ zu finden.

Doch das Gegenteil scheint eingetreten zu sein: Eine Petition setzte sich für den Erhalt der alten Leichtathletik-Anlage ein – die neue verfehlte offenbar das Ziel. Ende Dezember 2020 entdeckten Anrainer auf der Osttribüne ein Holzgebilde, das eine Dachkonstruktion andeutete. Erst auf Nachfrage war zu erfahren, dass der Stadionumbau – von Gemeindeseite bislang „kein Thema“ – nun doch im Gespräch sei. Auch von einer Multifunktionssportanlage war die Rede: Als Ersatzfläche für den Breitensport gedacht, stehen dafür seit bald drei Jahren Mittel bereit, der Standort konnte allerdings bis heute nicht geklärt werden.

Für Außenstehende ist es schwer, darin ein Gesamtkonzept zu erkennen. Warum haben es die Zuständigen nicht transparent gemacht? Viele Kommunikationsprobleme wären nie entstanden.

Menschen früher ernst nehmen

Vielen leuchtete ein, dass das Sportgelände im Falle eines Aufstiegs der WSG auf einen bundesligatauglichen Stand gebracht werden muss. Viele haben sich aber auch erwartet, dass man sie ordentlich aufklärt und informiert: Was kommt auf uns zu? Wie wird das Verkehrsproblem gelöst? Wer zahlt was? Die Verantwortlichen hätten solche Fragen und Bedenken vorausschauend angehen können. Stattdessen bekommt man den Eindruck, dass andere Sichtweisen lästig sind.

„Die zu erwartende Belastung für die direkten Anrainer des Stadions reduziert sich auf ein Minimum“, schreibt die WSG auf ihrer Facebook-Seite. Das ist die Sicht der WSG, und sie scheint auch durchaus bemüht zu sein. Was aber ist mit der Sicht der Anrainer? Bindet man sie bei einem so großen Vorhaben ausreichend ein? Und mit ihnen die vielen anderen, die es betrifft?

Das Sportgelände ist immer noch öffentlicher Grund, es dient immer noch dem Gemeinwohl. Die WSG bekommt viel Gemeindegeld, immerhin 400.000 Euro im Jahr. Auch das Gesamtkonzept, das 28.000 Euro gekostet hat, wurde zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln bezahlt. Wenn so viel Öffentlichkeit im Spiel ist: Warum bindet man sie nicht stärker ein?

Es geht nicht darum, dass man es der WSG nicht vergönnt, ihre Spiele wieder im eigenen Ort, vor eigenem Publikum, in einem bundesligatauglichen Stadion auszutragen. Es geht darum, dass man sich als Bürgerin und Bürger in Wattens wenig ernst genommen fühlt. Wenn man laufend aus dem gemeinsamen Haus befördert wird, beginnt man eben irgendwann stärker an die Tür zu trommeln.

Nichts dem Zufall überlassen

2019 lässt Präsidentin Diana Langes-Swarovski in einem Interview durchblicken, dass es neben der Sanierung des Stadions auch „Pläne für neue Strukturen“ gebe. Anfang 2021 wird der Ton bestimmter: Trainer Thomas Silberberger sagt in einem R19-Interview, dass Heimspiele „definitiv“ wieder in Wattens ausgetragen werden sollen. Sollte das nicht möglich sein, sehe er „keine Chance für die WSG, sich zu entwickeln“.

Am 19. Feber dann der Beitrag auf der Webseite des Vereins. Er lässt vermuten, dass der Umbau bereits in trockenen Tüchern ist. Es braucht dazu wohl weder einen Gemeinderatsbeschluss noch eine Bauverhandlung, denn Sportanlagen sind von der Tiroler Bauordnung ausgenommen. Was der Bürgermeister also Ende 2020 mit: „Lassen wir es zu oder nicht?“ genau meinte, wissen wir nicht.

Zuletzt die Petition. Ein merkwürdiger Schritt: Warum eine Petition, noch dazu an die Gemeinde gerichtet, wenn es mit dem Gesamtkonzept doch eine gemeinsame Vorgehensweise gibt?

Macht das Gesamtkonzept öffentlich!

Es ist löblich, wenn es im Ort einen Fußballverein gibt, der ehrgeizige Pläne hat. Es ist legitim, wenn er alles dafür tut, um seine Ziele zu erreichen. Die Politik tut gut daran, ein solches Engagement zu unterstützen.

Politik hat aber auch die Aufgabe, in die Bevölkerung hineinzuhören, die verschiedenen Interessen abzuwägen und auszugleichen. Das Eine darf nicht gegen das Andere ausgespielt werden. Am Sportgelände haben viele Interesse: die WSG, ihre Fans, die Nachbarschaft, die anderen Vereine und NutzerInnen, die breite Öffentlichkeit. Jedes Interesse hat seine Berechtigung.

Für alle eine gute Lösung zu finden, ist keine leichte Aufgabe. Aber genau dafür sollte ein Gesamtkonzept schließlich da sein. Also, liebe Gemeindeführung: Legt das Gesamtkonzept offen! Informiert die Menschen! Gebt ihnen die Möglichkeit, Teil solch großer Entscheidungen zu werden, anstatt sie unterwegs zu verlieren!

Alexander Erler, Lydia Steiner, Linda Kutter, Ulli Mariacher, Bianca Klausner, Lukas Öfner

austausch@wattenswandeln.at

Bild: Wikipedia

Was uns immer noch bewegt

oder: Warum wir auch politisch ins 21. Jahrhundert kommen sollten

Im Mai 2020 haben wir wattenswandeln gegründet. Es war an der Zeit, Kritik an der aktuellen politischen Praxis zu üben. Am Beispiel des Sportplatzumbaus haben wir einen offenen Brief geschrieben. Bis heute sind die meisten GemeindevertreterInnen eher ausgewichen und davongelaufen, als auf unsere Anliegen zu reagieren.

Eine Politik des Ausweichens

Nach dem Brief und den Spruchbändern, die wir am Sportplatz aufgehängt hatten, bekamen wir Sätze zu hören wie: „Da gibt’s nichts zu reden“, „Das stimmt nicht“, „Sowas tut man nicht“ oder „Wem es nicht passt, der kann ja eine Liste gründen“. Das Gefühl hat sich breit gemacht, dass in der Wattener Gemeindestube kein Raum ist für die Fragen, Vorstellungen und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger. Dass man vielmehr als Wissensgegner und Konkurrent gesehen wird.

Immer wieder betont die Gemeindeführung, wie wichtig ihr die aktive Einbindung der Bevölkerung sei. In der Praxis hat sie die Leute wiederholt vor Tatsachen gestellt, an denen nicht mehr zu rütteln ist. Geht es um große Entscheidungen und damit um oft große Ausgaben, bleiben andere Sichtweisen weitgehend auf der Strecke. Mit viel Energie werden erstarrte Strukturen aufrecht erhalten. Probleme entstehen dadurch wie von selbst.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Der Wunsch aus der Bevölkerung, bei wichtigen Fragen stärker eingebunden zu werden, bevor die gewählten VertreterInnen eine Entscheidung treffen, wird immer deutlicher. Der Wunsch ist bislang nicht in Erfüllung gegangen.

Steht in Wattens ein kommunales Vorhaben an, etwa die Neuausrichtung des Sportareals oder die Gestaltung des Kirchplatzes, erfährt man kaum Details zur Entscheidungsfindung – etwa wer eingebunden war oder um welche Argumente es ging.

Im Sommer 2019 flattert ein Postwurf in die Wattener Haushalte. Er kündet vom „neuen öffentlichen Wohnzimmer“, von der Begegnungszone am Kirchplatz. Zu diesem Zeitpunkt steht das Projekt schon in so gut wie allen Details fest. Von den Abwägungsprozessen und Argumenten, die zu dieser Entscheidung des Gemeinderates geführt haben, finden nur wenige ihren Weg in die Öffentlichkeit. Und so muss die Bevölkerung im Nachhinein mit großer Energie von den Vorzügen des neuen Platzes überzeugt werden. Wiederholt sehen sich viele vor vollendete Tatsachen gestellt.

Manchmal ist der Sack noch nicht zu – und ein Gemeindeprojekt erst im Werden. In dieser Phase werden ab und an Fragen gestellt, die auch für andere Bürgerinnen und Bürger von Interesse sind. Es wäre konsequent, die Fragen öffentlich zu beantworten. Das passiert aber allzu selten.

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen sich zum Stand eines Gemeindevorhabens erkundigen. Sie schreiben eine Mail an den Gemeinderat oder nutzen die Bürgermeldungen (eine digitale Plattform für die Kommunikation zwischen Verwaltung und Bevölkerung). Ausführliche Informationen zu laufenden Projekten bleiben in der Regel aus. Dabei könnte auch die gähnende Leere auf der Gemeinde-Webseite gut mit Wissenswertem gefüllt werden.

Mit mehr Transparenz würden sich viele Nachfragen erübrigen. Warum legt die Gemeindeführung nicht mehr Wert auf öffentliche Information?

Demokratie zwischen Wählen, Mitmachen und Entscheiden

Manchmal bleibt als letzter Ausweg nur eine Petition. Sie ist ein Instrument unserer demokratischen Ordnung. In Wattens stößt dieses Instrument an seine Grenzen.

Das zeigte sich etwa im Jahr 2019, als es um die Neugestaltung des Sportgeländes ging. Im Jahr zuvor hatte die Gemeindeführung öffentlich betont, dass sie eine „bestmögliche Entscheidung für alle Beteiligten“ anstrebe. Für die Sportgemeinschaft war das, was dabei herauskam, keine gute Sache: Sie sah sich mit einer neuen Leichtathletik-Anlage konfrontiert, die zwar viel Geld kosten, aber nur eingeschränkt nutzbar sein würde. Einer der Kritikpunkte war, dass besonders durch den Wegfall der 400-Meter-Laufbahn keine Leichtathletik-Bewerbe mehr möglich sind. In der Gemeindestube stieß der ehrenamtliche Verein auf wenig Gehör. So startete er eine öffentliche Petition zum Erhalt der Leichtathletik-Anlage. Sie wurde von 240 Menschen unterschrieben. Trotz dieser beachtlichen Zahl kam keine inhaltliche Reaktion der Politik. Stattdessen äußerten Mitglieder des Gemeinderates ihren persönlichen Unmut über das Abhalten einer solchen Petition.

In unserer komplexen Welt gibt es nicht mehr die eine kleine Gruppe, die die Lösung hat. Ist es noch zeitgemäß, wenn die Mitglieder einer Gemeindeführung die alleinige Rolle sowohl der Entscheidungs-finder als auch der Entscheidungs-träger haben? Oder braucht es heute nicht die Leistung von Vielen, um zu einem guten Interessenausgleich zu kommen? Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen heißt, den Denkraum zu weiten. Es kann dazu führen, blinde Flecken zu erkennen, bessere Lösungen zu erreichen. Wenn sich Politik und Bevölkerung annähern, profitieren beide Seiten.

Alte Muster, neue Wege: Warum wir nicht aufgeben

Wir sind bereit, an einem modernen Demokratieverständnis mitzuarbeiten. Dafür braucht es einen größeren Raum, den es in Wattens noch nicht gibt. Und so sehen wir unsere Aufgabe weiterhin darin, andere Sichtweisen einzubringen.

In Wattens stecken die Herangehensweisen zur Entscheidungsfindung in alten Strukturen fest, die vor Jahrzehnten vielleicht noch ihre Berechtigung hatten. Vorhaben werden hinter verschlossenen Türen auf den Weg gebracht und im Gemeinderat häufig einstimmig durchgewinkt. Der Bevölkerung werden sie als gute Entscheidungen für alle präsentiert. Folgt Kritik, wird diese oft ignoriert und ausgesessen.

Für immer mehr Menschen ist ein Kreuzchen auf dem Wahlzettel oder ein unverbindlicher Austausch zu wenig. Eine moderne politische Praxis bindet das Erfahrungswissen und die vielfältigen Interessen der Bürgerinnen und Bürger stärker ein. Das Vertrauen in die Politik und in die demokratischen Institutionen könnte gestärkt werden. Lassen sich EntscheidungsträgerInnen hingegen mehr von ihren eigenen Vorstellungen leiten, bleibt kein Platz zum Mitgestalten. Ein Ja oder Nein zu BürgerInnenbeteiligung ist nicht von der Finanzkraft der Kommune abhängig, sondern allein vom politischen Willen.

In unserer Zeit, in der alle Ressourcen knapper werden, brauchen wir neue Herangehensweisen, auch im Gemeinwesen. Ein breiterer Interessenausgleich wird notwendig sein. Können wir uns dazu als Gesellschaft besser organisieren? Können wir uns im Vertrauen ergänzen und uns um Vielfalt bemühen? Wie kommen wir dorthin? Und sind wir überhaupt bereit dazu?

Lydia Steiner und Alexander Erler

„Bürgerbeteiligung kann man lustvoll üben“

Immer öfter ist von Bürgerbeteiligung die Rede. Aber was heißt das überhaupt? Das haben wir auch Bertram Meusburger gefragt. Er ist Mitarbeiter im Büro für freiwilliges Engagement und Beteiligung in Vorarlberg und hat über zwanzig Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet. Am 18. September hielt er einen Vortrag im Jakob-Gapp-Haus.

„Die Zukunft der Beteiligung“ nennt Meusburger seine Präsentation. Doch anstatt für Bürgerbeteiligung zu begeistern, stellt er gleich zu Beginn klar: „Es ist mühselig, langwierig, anspruchsvoll. Das kann man nicht einfach aus dem Ärmel schütteln.“ Beteiligung sei auch weniger eine Frage des Könnens oder der Ressourcen oder der Einbindung von Experten. Sondern eine des Wollens. Daher sei am ehrlichsten, als erstes diese einfache Frage zu beantworten: „Will man es oder will man es nicht?“

Bürgerbeteiligung dürfe auch nicht mit Vereinsarbeit vermischt werden, betont Meusburger. „Das Engagement von Vereinen ist sehr wichtig, um Menschen in ihren Interessen abzuholen. Bei Bürgerbeteiligung geht es aber darum, Menschen in Entscheidungsfindungen einzubinden. Das ist also auch eine Machtfrage.“

Doch wozu überhaupt BürgerInnen einbinden? Schließlich gebe es ja eine gewählte Gemeindevertretung. „Unsere Ansprüche, Lebensstile und Vorstellungen gehen immer weiter auseinander“, so Meusburger. „Darum müssen wir Möglichkeiten finden, damit diese Spaltung nicht zu groß wird.“ Die Herausforderung sei daher, kontroverse Positionen und Interessen zusammenzubringen. Dafür brauche es die richtigen Voraussetzungen: „Wenn wir wollen, dass Menschen mittun, wenn sie Teil der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft und unseres Dorfes sein sollen, dann müssen wir sie einladen, abholen und befähigen. Als Politiker, als Gemeinde, als Verantwortliche müssen wir den geeigneten Rahmen schaffen“. Braucht es dazu ein neues politisches System? Nein, meint Meusburger, sondern ein gutes Zusammenspiel aus repräsentativer, direkter und partizipativer Demokratie.

Die drei Stufen von Beteiligung

Bürgerbeteiligung ist im Wesentlichen auf drei Stufen aufgebaut: „Information“ auf der untersten Stufe, in der Mitte „Konsultation“, ganz oben „Mitbestimmung“. Das Mindestmaß sei, dass die Gemeindevertretung Information bereitstellt. Etwa über das Anschlagen von Protokollen oder durch Postwurfsendungen. Auf der zweiten Stufe, der Konsultation, bittet die Politik die Menschen um Rat zu bestimmten Themen, etwa durch eine Befragung oder im Rahmen einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung. Mitbestimmung als höchste Stufe heißt, BürgerInnen in Entscheidungsprozesse einzubinden. Für Meusburger ist Bürgerbeteiligung letztlich alternativlos, wenn es um Akzeptanz und eine gemeinsame Umsetzung geht: „Sie kann einen wirklich tollen Beitrag leisten, damit eine Entscheidung ganzheitlicher, umfassender und langfristiger gedacht wird.“

Aber was tun mit all den gegensätzlichen Meinungen? Etwa wenn eine Straße neu gestaltet werden soll und sich die einen ein Straßencafé wünschen, die anderen aber Parkplätze? Bertram Meusburger, der als ehemaliges Mitglied einer Gemeindevertretung um die politischen Mühen nur allzu gut Bescheid weiß, rät zu Dialog und Verständnis: „Wenn ich die ganzen unterschiedlichen Standpunkte nicht höre und vor allem nicht verstehe, was dahintersteckt, werde ich meine Entscheidung nur oberflächlich oder von meiner persönlichen Sichtweise her fällen.“

Zugleich warnt er vor voreiligen Entscheidungen. Als es vor fünfzehn Jahren im Großen Walsertal darum ging, einen Biosphärenpark ins Leben zu rufen, waren Widerstände fast schon vorprogrammiert. Darum nahmen sich die Verantwortlichen ganze zwei Jahre Zeit, um das Projekt gemeinsam mit den BürgerInnen vorzubereiten. Meusburger erinnert sich: „Erst da ist das Verständnis gewachsen, was so ein Biosphärenpark überhaupt sein kann. Nachher waren sehr viele Leute ziemlich scharf darauf, auch wirklich etwas umzusetzen.“ So etwa wurden Gemüsekisten gegründet, ein Qualitätssiegel für Gasthäuser entstand und Schulbildungsprogramme wurden entwickelt.

Bürgerbeteiligungsprozesse dauern in der Regel länger als herkömmliche Entscheidungen. Und sie kosten Geld. Langfristig, gibt Meusburger zu bedenken, seien sie aber billiger, weil dadurch Widerstand sinke und Akzeptanz gefördert werde. Entscheidend sei, wie Beteiligung gemacht wird. Ein Patentrezept gibt es nicht.

Die Öffentlichkeit ins Spiel bringen

Politik, Wirtschaft und Experten würden Dinge häufig untereinander ausmachen, die Öffentlichkeit bleibe außen vor. Um sie stärker einzubinden, brauche es einen Paradigmenwechsel. Meusburger erklärt, wie das ausschauen könnte. „Politiker stehen nicht mehr an der Spitze der Pyramide, sozusagen als Befehlsausgeber an die Bürgerinnen und Bürger. Stattdessen öffnen sie einen Raum, bringen Menschen zusammen, entwickeln Methoden. In diesem Modell haben Politiker die Rolle der guten Gastgeber.“ Letztlich bleibe es ein Zusammenspiel aus top down- und bottom up-Elementen, die eine gute Politik ausmachen. Das dürfe aber nicht mit Willkür verwechselt werden.

Um einen guten Rahmen für Beteiligung zu schaffen, setzt das Büro für freiwilliges Engagement und Beteiligung seit Jahren auf die Methode „Art of Hosting“ – die Kunst, gute Gespräche zu führen. Perfektion sei hier fehl am Platz, spricht Meusburger aus langjähriger Erfahrung: „Es kommt nicht so sehr drauf an, dass man Bürgerbeteiligung zuerst in- und auswendig lernt. Sondern dass man relativ schnell beginnt und übt, übt, übt. Wir müssen Orte schaffen,“ so Meusburgers Hauptbotschaft, „wo wir Bürgerbeteiligung lustvoll und regelmäßig lernen und üben können.“

Vorarlberg ist heute ein Vorreiter in Sachen Bürgerbeteiligung. Dorthin kam das Land auch durch das Beteiligungsprojekt „Bürgerrat“. Bis zu fünfzehn Menschen werden per Zufall aus dem Melderegister ausgewählt. Begleitet von einem professionellen Moderationsteam, arbeiten sie zwei Tage lang an einem vorgegebenen Thema. Die Ergebnisse werden zunächst in einem Bürgercafé der Bevölkerung vorgestellt und nachher vor Politik und Experten präsentiert. Dann ist die Politik in der Pflicht, erklärt Meusburger: „Sie müssen die Ergebnisse nicht umsetzen, aber sie müssen den Bürgern einen Brief schreiben, was aus den Vorschlägen geworden ist. Das ist eine sehr gute Feedbackschleife.“

Geht es um Bürgerbeteiligung, sagt Bertram Meusburger am Ende des Abends, „dann geht es um eine Kulturveränderung. Mit welchem Selbstverständnis stehen wir morgens auf und laufen durch die Gemeinde? Fühlen wir uns verantwortlich für das, was hier passiert? Wollen wir uns mit den Machtfragen wirklich auseinandersetzen? Werden wir aber auch dazu befähigt, uns einzumischen? So etwas passiert nicht von heute auf morgen.“ Genau das sei der Punkt: Mit Bürgerbeteiligung beginnt erst die Arbeit. „Und damit dabei der Atem nicht ausgeht, muss man Beteiligung von Anfang an lustvoll gestalten. Das heißt, man hat eine Gaudi miteinander, man experimentiert, man lernt, man probiert immer wieder neue Formen aus, Man spürt, dass es Wirkung hat.“

Bertram Meusburger arbeitet im Büro für freiwilliges Engagement und Beteiligung in Vorarlberg, einer Präsidialabteilung, die direkt dem Landeshauptmann zugeordnet ist. Meusburger hat über 20 Jahre Erfahrung in Bürgerbeteiligung, war Mitglied einer Gemeindevertretung und liebt es, sein altes Boot herzurichten – mehr als darauf zu segeln.

Rückblick: Picknick im Park

Am 31. Juli luden wir zum öffentlichen Picknick im Park am Kirchfeld. Im Schatten der Bäume entwickelten sich viele gute Gespräche: über unseren Offenen Brief, Stimmungen und Persönliches. In der Wiese lag eine lange Plakatrolle, auf der sich so einige Gedanken sammelten:

Oben die geschriebenen und gezeichneten Ausschnitte der Plakatrolle, unten die Inhalte in Listenform:

Unser Wattens ist

  • ein Stück Heimat für mich und meine Familie
  • Bäume
  • der Platz, mit dem man behutsam umgehen muss

Unser Wattens hat

  • Transparenz
  • Schwimmbad
  • Tolle Plätze zum Spielen
  • Häuser
  • sehr gute Schulen
  • Orangerie

Unser Wattens kann

  • gute Ideen vertragen
  • Leute motivieren mitzugestalten & Verantwortung zu übernehmen
  • Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht
  • informieren & kommunizieren & beteiligen
  • weniger Verkehr im Zentrum haben
  • eine öffentliche Laufbahn oder eine Turnhalle im Freien haben
  • viel für unsere Kinder tun
  • Zebrastreifen vor der Volksschule Höralt, Sicherheit für unsere Kinder

Unser Wattens wird

  • hoffentlich mehr Radwege bekommen!
  • eine Fußgängerzone haben (rollertauglich)
  • mehr Bäume haben
  • bunter
  • schöner
  • bessere Sportanlagen für die Allgemeinheit bauen
  • offener
  • Lernen in der Morgensonne
  • Achtsamkeit üben
  • neue Spielplätze und Parke haben
  • mehr Mietwohnungen haben (für Celine)!
  • hoffentlich immer öffentliche Plätze haben
  • grüner
  • für mich immer ein guter Platz sein!
  • einladender
  • Barfußweg, Kneippmöglichkeit, Weidenlabyrinth
  • eine Parkfläche als naturnahen Raum nutzen wie Verweilplätze für Lernen, Wahrnehmen

Wir machen weiter

Ermuntert durch die jüngste Medienberichterstattung, melden wir uns gerne erneut zu Wort.

Die Spruchbänder, die im Mai einige Tage lang am nördlichen Zaun der Sportanlage angebracht waren, sorgen für Kritik. Fakt ist: Sie waren eine Protestaktion und dürfen gerne als solche verstanden werden. Dieser Aktion folgte am 30. Mai ein offener Brief. Darin erläutern wir ausführlich, was für uns am Vorgehen der Gemeinde unverständlich ist. Wir erwarten eine breite inhaltliche Debatte über unsere vier zentralen Anliegen:

Beteiligung
Viele Menschen in Wattens wünschen sich deutlich mehr Information, Austausch und Zusammenarbeit bei Gemeindeprojekten.

Gemeinwohl
Öffentliche Räume sind soziale Räume und sollten möglichst vielen Interessen dienen.

Demokratie
Zusammenleben verändert sich. Die Art und Weise politischer Entscheidungsfindungen sollte sich mitentwickeln.

Umwelt
Wir wollen das Bewusstsein für die Lebensgrundlage Natur in den Mittelpunkt rücken.

Eine umfassende Reaktion auf diese Punkte ist bislang ausgeblieben. Nachdem betont wird, dass die Gemeinde kritikfähig sei und alle Türen offen stehen, nehmen wir dieses Angebot erneut an. Auch wir befürworten offene Kommunikation.

Wir interessieren uns für deine Meinung: Was denkst du? Schreib uns an austausch@wattenswandeln.at. Wir respektieren deine Anonymität.

Wattens, wohin gehst du?

Im Zuge der Umbaumaßnahmen für das neue Trainingsgelände der WSG Tirol wurden am 20. Mai 2020 sämtliche Bäume auf der Wattner Sportanlage gerodet. Nur ein paar Bäume? Die Probleme wurzeln tiefer. Öffentlicher Raum geht verloren, Gemeinwohl ist gefährdet. Bürgerinnen und Bürger werden mangelhaft informiert und nicht beteiligt.

Dieser Text ist eine Kritik an grundsätzlichen Herangehensweisen. Er wird von Auszügen der Vision Wattens begleitet. Diese beschreibt in überlegten Worten, wie eine zeitgemäße Ortsentwicklung aussehen könnte. Die Gemeindeführung scheint übersehen zu haben, welche Aufgaben sie sich damit auferlegt hat.

Umwelt unter Druck

„Neue Projekte in Wattens erfordern einen sensiblen Umgang mit der Umwelt.“

Vision Wattens

Am Morgen des 20. Mai fuhren die Bagger auf. Noch vor dem Zwölferläuten war der gesamte, 34-jährige Baumbestand des Wattner Sportgeländes dem Erdboden gleichgemacht.

Das Krachen der achtzehn gesunden Bäume (nicht zehn, wie berichtet) trieb die Anwohnerschaft auf die Straßen und Balkone. Tränen flossen, Entsetzen machte sich breit. Die Tiroler Tageszeitung wurde eingeschaltet (TT online vom 22. Mai 2020, Druckausgabe vom 23. Mai). Auf Nachfrage bedauern die Zuständigen zwar die Rodung. Doch anders sei das Projekt nicht zu verwirklichen.

Es ist schön, dass es in Wattens am Beispiel des Parks am Kirchfeld möglich ist, Grünflachen zu erhalten und neu zu gestalten. Warum ist das am Sportplatz nicht gelungen?

Über den Zaun geschaut

Haben sich die Planenden gefragt, welchen Wert die Bäume für die Anrainerinnen und Anrainer darstellten? Hatten sie im Blick, dass diese Schattenspender in zunehmenden Hitzesommern unverzichtbar werden?

Die Bedeutung von Bäumen kann auch in nackten Zahlen ausgedrückt werden: Laut einer Berechnung des deutschen Fachmagazins Taspo Baumzeitung müsste die Volkswirtschaft pro Jahr durchschnittlich 660 Euro aufbringen, um die Leistung eines einzigen Baumes zu kompensieren. Demnach wurden am Wattner Sportareal mit der Beseitigung der achtzehn Bäume an einem einzigen Vormittag ein volkswirtschaftlicher Wert in sechsstelliger Höhe vernichtet.

Auch abseits von ökonomischen Betrachtungen haben Bäume und Pflanzen eine große Bedeutung: für unsere Gesundheit, unsere Umwelt und das Klima. Sie sind Staubfilter, Lärm- und Sichtschutz, Kühlinsel und Lebensraum – und zwar genau dort, wo sie stehen.

Vielleicht werden nach dem Umbau neue Bäume gepflanzt. Sie würden 34 Jahre brauchen, um die Größe des kürzlich gefällten Bestandes zu erreichen. Ob und wie viel Gehölz überhaupt kommt, wissen wir nicht. Denn die Bevölkerung wird unzureichend informiert.

Verkehrte Vision: Information und Partizipation gesucht

„Der Rückhalt der Vision Wattens durch die Gesellschaft ist der wesentliche Faktor dieses Projekts. Aus diesem Grund werden die Menschen in Wattens und deren Bedürfnisse und Ideen aktiv in den Prozess miteinbezogen. Transparenz und eine offene Kommunikation unter der Bevölkerung sind wesentlich.“

Vision Wattens

Der Umbau der Sportanlage ist nicht das erste Bauprojekt der Gemeinde, bei dem die Bevölkerung weitgehend im Dunkeln gelassen wird. Durch mangelnde Transparenz und Kommunikation wird Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit verwehrt, sich in kommunalen Vorhaben wiederzufinden.

Als am 20. Mai die Bäume fielen, hatte niemand darüber Bescheid gewusst. Welche weiteren Auswirkungen der Umbau auf die Anwohnerschaft und welche Folgen die Verpachtung des Geländes an die WSG Tirol für die Bevölkerung haben wird, ist ebenso unklar. Kein Postwurf, keine Infoveranstaltung. Selbst die persönliche Nachfrage bei Gemeinderäten hat wenig Aufschluss gebracht.

Keine Information – keine Mitsprache

Wo bleibt eine tiefgreifende Beschäftigung mit Partizipation? Wo war sie beim Umbau der Sportanlage? Wäre das Anliegen von Anfang an breit und transparent kommuniziert worden, hätten Bedenken schon früh ausgeräumt werden können.

Die Zuständigen hätten die Bevölkerung in ihre Überlegungen einbinden können. Hätten sie aktiv zugehört, wären sie mit einem vielfältigen Stimmungsbild beschenkt worden, hätten Einwände und Anregungen kennengelernt, eventuelle tote Winkel beheben können. Vielleicht wäre die Frage nach dem Fortbestand der Bäume aufgekommen. Den Planenden wäre aufgefallen, dass diese vielen wichtig sind. Sie hätten die Möglichkeit gehabt, anders, besser zu reagieren.

Deshalb bringen wir unser Anliegen erneut vor. In Wattens wird der Ruf nach einem offenen Dialog immer lauter. Viele, uns eingeschlossen, sind bereit, sich konstruktiv einzubringen. Gemeinwohl braucht Austausch und Zusammenarbeit.

Gemeinwohl in Gefahr

„In Zeiten vielfältiger Veränderungen und Herausforderungen ist es die Aufgabe einer zukunftsorientierten Gesellschaft, sich den Themen der Zukunft bewusst zu werden, darauf zu reagieren und so eine nachhaltige Regionalentwicklung einzuleiten.“

Vision Wattens

Wir begrüßen den Aufstieg der WSG Tirol in die Bundesliga und verstehen, dass das Sportareal für diese neue Situation adaptiert werden muss. Dass hier laut den Gemeindeverantwortlichen „viel Wertvolles für das Gemeinwohl“ entstehe (TT online vom 22. Mai 2020), unter anderem durch die WSG-Nachwuchsarbeit, darf zumindest in Zweifel gezogen werden.

Leistungsorientierte Selektion

Das neue Sportareal ist auf Leistungssport ausgerichtet, unterstrichen durch die Ausbildungsphilosophie der WSG. In einem Brief vom 30. Mai 2018 informierte der Verein seine Nachwuchsmannschaften über die anstehenden Änderungen: Deren sportliches Niveau solle etwa durch „leistungsorientierte Selektion“ erhöht werden. Kinder, bei denen die „Leistungsvoraussetzungen nicht in genügendem Maß gegeben sind“, werde ein „Verbleib bei der WSG nicht mehr möglich sein“. Der Verein weist in diesem Zusammenhang auf „Partnervereine in der Region“ hin, „wo die Kinder weiterhin aktiv sein können“.

Eine solche Praxis ist legitim und weit verbreitet. Aber worin genau sieht die Gemeinde hier den großen Wert für das Gemeinwohl, also das Wohl, das „aus sozialen Gründen möglichst vielen Mitgliedern eines Gemeinwesens zugute kommen soll“ (Wikipedia)? Und wie lässt sich die zumindest zehnjährige Verpachtung einer ehemals öffentlichen Sportanlage an einen privaten Verein damit vereinbaren?

Hobbygruppen werden sich vermutlich unter Voranmeldung und Berücksichtigung der WSG-Trainingspläne einschränken müssen. Basketball und Volleyball finden – laut den bislang veröffentlichten Plänen – gar keinen Platz mehr.

Verlust von sozialem Raum

Das Sportgelände war über Jahrzehnte ein beliebter sozialer Raum. Menschen aus Wattens und den Nachbargemeinden kamen hier zusammen, unabhängig von ihren Interessen, ihren finanziellen Verhältnissen und ihrem fußballerischen Geschick. Sie schätzten diesen Treffpunkt, saßen im Schatten der Bäume, genossen ihre Freizeit.

Diese Zeit ist vorbei. Studiert man den Plan der neuen Anlage (R19 vom Mai 2020), stellt sich die Frage, wo hier Bürgerinnen und Bürger noch qualitätsvoll und leistungsfrei Zeit verbringen können.

Rückschritt für die Leichtathletik

Auch am neuen Sportareal wird für Gemeinwohl gesorgt, aber nur mehr untergeordnet. Die Leichtathletik-Anlage soll „topmodern“ wiedererrichtet werden, etwa für den Behindertensport (TT online vom 22. Mai 2020). Die Expertise der Sportgemeinschaft Wattens, die hier jahrzehntelange Inklusionsarbeit durch gemeinsamen Sport von Menschen mit und ohne Behinderung betrieben hat, wurde jedoch ignoriert. Selbst ihre Petition zum Erhalt der Leichtathletik-Anlage, die im Sommer 2019 von über 450 Personen unterzeichnet wurde, blieb ungehört. Die Planenden nehmen offenbar in Kauf, dass die neue Anlage nicht mehr wettkampftauglich sein wird. Damit geht die überregionale Bedeutung dieses Ortes für Inklusion und Leichtathletik verloren.

Demokratie reparieren

So stoßen die oft und gerne betonten, einstimmigen Beschlüsse des Gemeinderates an ihre Grenzen. Es ist eine große Herausforderung, in einer zunehmend komplexen Gesellschaft als 20-köpfiges Gremium umsichtige Entscheidungen für das Gemeinwesen zu treffen. Dies zeigt sich am Beispiel der Umgestaltung der Wattner Sportanlage.

Aber: Das Gremium könnte die Meinungen, das Wissen und die Kreativität der Bevölkerung und besonders derer, die von geplanten Maßnahmen direkt betroffen sind, im Vorfeld einholen, Entscheidungsprozesse verbreitern und Bürgerinnen und Bürger zu Beteiligten machen. Um dorthin zu kommen, braucht es eine unvoreingenommene und ständige Auseinandersetzung mit modernen Formen von Demokratie, bei denen Lösungen nicht von einigen wenigen verkauft und umgesetzt, sondern von vielen gemeinsam erarbeitet werden.

Es ist Zeit, über bessere Formen von Demokratie nachzudenken, in denen politisches Handeln und Zukunftsfähigkeit Hand in Hand gehen. Wir sind überzeugt: Ernsthafte Partizipation und moderne Demokratie sind auch in Wattens möglich. Machen wir uns auf den Weg für diesen neuen Dialog. Für uns alle, für das Heute und die Zukunft unserer und der folgenden Generationen.

Keine Teilnahme, keine Vision

Fast warnend wird in der Vision Wattens daran erinnert, wie keine Vision zustande kommt:

„Kurzsichtigkeit anstelle von Weitblick, Einzelinteressen anstelle von Gemeinwohl, technologische Innovationen ohne Förderung von gesellschaftlichen Lernprozessen, kein Ausgleich zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen, keine bürgerschaftliche Teilnahme, keine Vision.“

Vision Wattens

Im Namen von vielen: Ulrike Mariacher, Jasmin Reinalter, Monika Steinlechner, Linda Kutter, Lukas Öfner, Judith Erler, Reinhard Egger, Alexander Erler, Christof Haas, Nadja Geisler, Bianca Klausner, Lydia Steiner, Valentina Daxl

Schreib uns: austausch@wattenswandeln.at

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